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Klinisches Ethikkomitee

Im Mai 2013 hat unser Ethikkomitee seine Arbeit aufgenommen. Es ist ein Forum zur Diskussion schwieriger Entscheidungen im Grenzbereich zwischen Leben und Tod. In einem großen Krankenhaus der Maximalversorgung wie dem Klinikum Hanau stehen Patienten, Angehörige und Mitarbeiter regelmäßig vor komplexen schwierigen Entscheidungen. Denn die moderne Medizin wirft viele Fragen auf: welche Therapie ist noch möglich, welche sinnvoll, was möchte der Patient, welche Einstellung haben die Angehörigen etc.? Das Ethikkomitee versteht sich deshalb als Unterstützung in diesen Grenzfragen und bietet Hilfestellung und Beratung an.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen des Klinikums haben die Möglichkeit, das Ethikkomitee direkt anzurufen. Aber auch für Patienten und Angehörige sind wir da. Diese können sich über ihren behandelnden Arzt oder Pflegemitarbeiter an das Komitee wenden.

Aufgaben

Das Ethikkomitee versteht sich als Instrument, in dem ethische Fragen bearbeitet werden können. Es bietet die Chance, in interdisziplinärer und systematischer Weise anstehende Fragen in den Bereichen Medizin, Pflege, Organisation und Ökonomie ethisch zu reflektieren und aufzuarbeiten. Patienten und deren Angehörigen soll das Ethikkomitee die Gewissheit geben, dass im Klinikum Hanau ethische Konflikte ein Forum haben und von möglichst vielen verschiedenen Perspektiven her beleuchtet werden. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses bietet das Ethikkomitee die Möglichkeit, eine Orientierungshilfe für die eigene Entscheidung im Arbeitsalltag einzuholen. Letztendlich soll so eine Transparenz bei ethisch schwierigen Entscheidungen im Klinikum Hanau geboten werden.

Das Ethikkomitee tagt mehrmals regelmäßig im Jahr. Darüber hinaus tritt es bei konkreten Anfragen und Anliegen unmittelbar zusammen. Wichtig zu wissen ist: Das Ethikkomitee trifft keine Entscheidungen. Es diskutiert vielmehr ethische Fragen intensiv und spricht eine Empfehlung aus. Ziel ist es, einen Konsens zu erarbeiten und einen gemeinsamen Weg zu finden. Dabei werden die Probleme und Fragen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln interdisziplinär besprochen. Mitarbeiter und, Patienten und Angehörige können deshalb sicher sein, dass ein ethischer Konflikt umfassend betrachtet wird.

Die Empfehlungen des Komitees sind jedoch weder für Patienten und Angehörige, noch für Pflegende und Ärzte bindend. Sie verstehen sich deshalb in erster Linie als Hilfestellung und Orientierung in schwierigen Fragen. Das Ethikkomitee kann, will und darf Patienten, Angehörigen, Pflegenden und Ärzten die Verantwortung für Entscheidungen nicht abnehmen.
Neben der konkreten Beratung hat das Ethikkomitee weitere wichtige Aufgaben. Es will dazu beitragen, Sicherheit zu geben, Prozesse der Entscheidungsfindung und Umsetzung transparent zu machen und verlässliche Verfahrenswege zu etablieren.

Außerdem bietet das Ethikkomitee Weiterbildungen an und erarbeitet Richtlinien für bestimmte Fragestellungen. Solche Ethik-Fortbildungen. Betont die Akademie für Ethik in der Medizin, „dienen auch der Sensibilisierung für ethische Fragestellungen, der Vermittlung von ethischem Wissen und der Erhöhung der Kompetenz im Umgang mit ethischen Problemen und Konflikten

Satzung

Hier haben wir Ihnen die Satzung unseres Ethikkomitees verlinkt.

Empfehlungen der Bundesärztekammer

Unter diesem Link​​​​​​​ finden Sie die Stellungnahme der Zentralen Kommission zur Wahrung ethischer Grundsätze in der Medizin und ihren Grenzgebieten (Zentrale Ethikkommission) bei der Bundesärztekammer zur Ethikberatung in der klinischen Medizin.


Ihr
Dr. med. Florian Unbehaun
Vorsitzender des Ethikkomitees